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Auszeichnung für das Suppenküchenteam

10 Jahre Suppenküche

Es war ein feierliches Ereignis im historischen Rathaus der Stadt Nienburg. Erna Weber, Irma Thomas, Ingeborg Krone und Inge Rujanski wurden auf Vorschlag von Rolf Warnecke für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit der goldenen Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Das soziale Engagement des Suppenküchenteams der Kirchengemeinde
St. Michael wurde damit auf besondere Weise gewürdigt.
Während des Empfangs im Bürgermeisterzimmer hob Henning Onkes die Bedeutung des Ehrenamtes heraus. Ohne selbstlosen Einsatz für die örtliche
Gemeinschaft sind viele wichtige Angebote nicht mehr darstellbar. Deshalb ist die Idee der Suppenküche mit den vielfältigen Möglichkeiten der Begegnung und des Gesprächs für die Menschen im Nordertor ein ganz wichtiges Ereignis. Der Bürgermeister lobte die Arbeit der Frauen und hob deren große Bedeutung für das Leben in der Kirchengemeinde St. Michael
und die Entwicklung eines Gemeinschaftserlebnisses im Nordertor hervor.
Das Team unter Leitung von Erna Weber kann zu Recht stolz auf ihre Tätigkeit sein. Die fröh12liche und menschliche Art, in der die Suppenküche jeden letzten Samstag im Monat von den Damen präsentiert wird, ist ein wunderbarer Rahmen für Begegnung und Klönschnack.
Erna Weber machte während des Empfangs deutlich, dass das Gespräch in gemütlicher Runde für viele Besucher der Suppenküche wichtig ist. Bei Suppe, Kaffee und Kuchen Bekannte und Freunde zu treffen und auch in vielen Fällen die Einsamkeit zu überwinden, sei Ziel der Veranstaltung.
Dieses Ziel wird bei 80 bis 100 Teilnehmern immer wieder erreicht. Erna Weber vergaß in ihren Dankesworten auch nicht die Initiatoren und Helfer der letzten zehn Jahre zu nennen. Pastor Heinrich Schulze, das Ehepaar Patz und Karin Buder waren neben Erna Weber die Frauen und Männer der ersten Stunde. Dass jeder herzlich eingeladen ist und der Preis für das Essen
niemanden von der Teilnahme abhält, machte Pastor Marco Voigt deutlich: „Wer mehr hat, gibt auch gern mehr, und wer weniger hat, kann so viel geben, wie er verkraften kann.“ Blumen und eine Urkunde für die Damen vom Suppenküchenteam rundeten die Feierstunde ab.
Nach viel Lob und einem positiven Blick in die Zukunft der Suppenküche in St. Michael waren Erna Weber, Irma Thomas, Ingeborg Krone und Ingeborg Rujanski schon wieder voll in ihrem Element: der Planung der
nächsten Suppenküchen.

Rolf Warnecke

Die Kita St. Michael wird ein Familienzentrum

Die Kita St. Michael wird ein Familienzentrum

Ab Januar 2015 ist in der Kita St. Michael das erste Familienzentrum in Nienburg. Christine Kreide von der Stadt Nienburg, Ilka Rengstorf, die päd. Leitung des Kirchenkreises Nienburg, Karin Lünstedt von der Kirchengemeinde St. Michael, Marion Gövert, Prozessbegleiterin durch die Anschwung-Initiative, Susanne Reinert, Koordinatorin für das Familienzentrum und Petra Schlemermeyer, Leiterin der Kita St. Michael, haben gemeinsam die nächsten Schritte für das Familienzentrum geplant.

Ab Januar beginnt für zwei Jahre die Projektphase mit Susanne Reinert als Koordinatorin des Familienzentrums. Sie wird die Ansprechpartnerin für das Familienzentrum sein. Wichtige Punkte sind: Vielfalt leben und gestalten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, vom Nebeneinander zum Miteinander, Stärken und Fördern bevor Störungen entstehen und eine Vernetzung in den Stadtteil.
In St. Michael soll den Familien wohnortnahe Unterstützung und Beratung angeboten werden können. Die Kindertagesstätte ist dafür ein geeigneter Ort, an dem sich Kinder und Eltern eingeladen und angenommen fühlen.
Begegnung, Beratung, Betreuung, Begleitung, Beteiligung und Bildung sollen im Familienzentrum in einem wertschätzenden Miteinander stattfinden.
Petra Schlemermeyer

 

Erprobung einer neuen Perikopenreihe

Vielleicht haben Sie in einem unserer Gottesdienste auch schon einmal gedacht: „Na, dieser Text passt ja nun heute so gar nicht …!“ Ja, manchmal ist das so in den sechs Reihen der biblischen Texte, die regelmäßig wiederkehrend in unseren Gottesdiensten gepredigt werden. Dies nämlich sind die sogenannten Perikopentexte (von Perikope = Abschnitt). Deshalb hat eine Kommission der evangelischen Kirchenbünde in Deutschland (Lutheraner, Reformierte und EKD) eine moderate Reform der Perikopentexte vorgenommen, welche folgende Gesichtspunkte berücksichtigt: Der Anteil alttestamentlicher Texte sollte erhöht werden, die Eignung der Texte für die Lesungen und die Predigt wurde überprüft, neue Bibeltexte sollten aufgenommen werden, die Lese- und Predigtreihen sollten entkoppelt werden (bisher wurden in der ersten Reihe nur die Evangelientexte gepredigt und in der zweiten nur die Episteln), und als Wochenlieder sollten ebenfalls neue Lieder aus dem Gesangbuch aufgenommen werden. Nun sollen die neu zusammen gestellten Texte in den Gottesdiensten erprobt werden. Dazu wurden in jedem Kirchenkreis der evangelischen Kirchen in Deutschland drei Kirchengemeinden ausgesucht. In unserem Kirchenkreis sind dies die St.Martins und St.Michaels-Kirchengemeinden in Nienburg und die Kirchengemeinde Marklohe. Nach jedem Gottesdienst sind die Pastorinnen und Pastoren gebeten, ihre Erfahrungen mit den neuen Texten und Liedern an die schon erwähnte Kommission weiter zu geben. Nach einer erneuten Überprüfung anhand der eingegangenen Stellungnahmen wird es – sicher nicht vor dem Reformationsjubiläum 2017 – ein neues Perikopenbuch geben, welches dann für alle Kirchengemeinden innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und für alle deutschen evangelischen Kirchengemeinden im Ausland verbindlich ist. Im Anschluss daran werden auch unsere Gesangbücher neu gedruckt werden müssen, denn im hinteren Teil (EG 954) sind sämtliche Texte zu den jeweiligen Sonn- und Feiertagen, die zu lesen bzw. zu predigen sind, aufgeführt. Wenn nun in diesem Jahr, in welchem in der Predigtreihe I eigentlich nur Evangelientexte zu predigen sind, andere Texte gepredigt werden, liegt das nicht daran, dass sich der Pastor/die Pastorin einen anderen Text ausgesucht hat, sondern dass hier neue Predigttexte bzw. andere biblische Texte an anderer Stelle erprobt werden.

Superintendent Martin Lechler

Eltern Kind Treff

Eltern Kind Treff
Eltern Kind Treff

Am 14. April war unser erstes Treffen. Neugierig besuchten uns Eltern mit ihren kleinen Kindern. Sie wollten schon mal Kindergartenluft schnuppern. Im Nu war das Eis gebrochen und in angenehmer Atmosphäre probierten Eltern und Kinder die neuen Spielsachen aus. Nach kurzer Zeit waren die Kinder so vertieft ins Spiel, dass die Erwachsenen auch noch Zeit hatten zum Klönen. Schnell war ein reger Erfahrungsaustausch in vollem Gange. Als der Gong zum Aufräumen ertönte, waren wir alle überrascht, wie hurtig die Zeit verflog. Mit einem gemeinsamen Schlusslied verabschiedeten wir uns alle. Einmal in der Woche treffen sich Eltern mit Kindern von null bis drei Jahren um gemeinsam zu spielen und neue Erfahrungen zu machen. Wir, möchten euch gern in der Eltern-Kind-Gruppe begleiten und unterstützen. In der Eltern-Kind-Gruppe erleben und lernen die Kinder den Umgang mit Gleichaltrigen und Erwachsenen und haben die Sicherheit, dass ihre Mütter oder Väter in erreichbarer Nähe sind. Durch das Angebot von verschiedenen Materialien und Dingen des täglichen Lebens möchten wir die Kinder zu einem fantasievollen und kreativen Spiel anregen, denn so begreifen Kinder ihre Umwelt, ganz individuell nach ihrem eigenen Entwicklungsstand. Beim gemeinsamen Spiel, im Begrüßungskreis und im gemeinsamen Schlusskreis können wir Fingerspiele, Lieder und Verse ausprobieren. Solche Strukturen und Ablaufmuster helfen kleinen Kindern, sich in einer Situation besser zurechtzufinden und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Gespannt und mit viel Vorfreude warten wir auf Euch, liebe Eltern und Kinder, freuen uns auf ganz viel Eigenaktivität und Ideenreichtum.

Lisa Schulze und Susanne Reinert

Familienzentrum eröffnet

Die Kinder im Familienzentrum mit den Mitarbeitern der KiTa.

Am 9. Mai war es endlich soweit: Nach jahrelanger Planung, viel Überzeugungsarbeit in den zuständigen Gremien und großem persönlichem Engagement aller derer, denen die Kindertagesstätte St. Michael am Herzen liegt, konnte das Familienzentrum, das vor kurzem seine Arbeit aufgenommen hat, offiziell eingeweiht werden. Viele waren gekommen: Die Mitarbeitenden der KiTa, Vertreter der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises, Bürgermeister Henning Onkes, der stellvertretende Bürgermeister Rolf Warnecke, Vertreter der Stadt, Nachbarn und Freunde und natürlich die Kinder und ihre Eltern. Alle gemeinsam sangen den Kanon „Ausgang und Eingang“ und füllten die Räume mit ihren Stimmen. Rolf Warnecke, Superintendent Martin Lechler und Pastor Marco Voigt brachten zum Ausdruck, wie sehr sie sich mit der KiTa und für sie freuen, dass die Jahre der Vorbereitung und des Hinarbeitens nun zu einem Ende gekommen sind, und dass die inhaltliche Arbeit für die Menschen im Nordertor nun endlich beginnen kann. Diese Freude war auch der Leiterin der KiTa, Petra Schlemermeyer, und der Leiterin des Familienzentrums, Susanne Reinert, anzumerken. Angeleitet von Katharina Scheel sangen die Kinder zwei Lieder, die sie auf ihren Instrumenten stimmungsvoll begleiteten. Nach der kurzen Eröffnungsfeier ließen sich alle die von den Eltern mitgebrachten Torten und Kuchen schmecken.

Marco Voigt

Außengelände der KiTa wird erweitert

Neues Außengelände der KiTa.

Am 11.+12. September bereiteten Eltern und Kinder der Kindertagesstätte und des Familienzentrums die Erweiterung des Außengeländes vor. Engagierte Eltern organisierten die Umsetzung der Aktion. Gemeinsam wurden der Maschendrahtzaun und Zaunpfähle entfernt. Kinder, Onkel und Großeltern halfen an beiden Tagen engagiert und tatkräftig mit. Die Kinder, die jetzt zur Schule gehen, haben einen Plan für die Gestaltung der Erweiterung gemacht. Mitte November sollen die Spielgeräte, die die Kinder sich wünschen, aufgebaut werden. Dann muss nur noch der Rasen wachsen.

Petra Schlemermeyer

Am 11.+12. September bereiteten Eltern und Kinder der Kindertagesstätte und des Familienzentrums die Erweiterung des Außengeländes vor. Engagierte Eltern organisierten die Umsetzung der Aktion. Gemeinsam wurden der Maschendrahtzaun und Zaunpfähle entfernt. Kinder, Onkel und Großeltern halfen an beiden Tagen engagiert und tatkräftig mit. Die Kinder, die jetzt zur Schule gehen, haben einen Plan für die Gestaltung der Erweiterung gemacht. Mitte November sollen die Spielgeräte, die die Kinder sich wünschen, aufgebaut werden. Dann muss nur noch der Rasen wachsen.

Petra Schlemermeyer

Kirchenkreis Pretoria in Südafrika

Der Superintendent des Kirchenkreises Pretoria, Emanuel Teme und Pastor Marco Voigt

An einem Nachmittag besuchten wir auch den Bischof der Zentral-Diözese, Dr. Rakuba. Vor dem gemeinsamen Mittagessen hatten wir die Gelegenheit, unsere Grüße zu übermitteln und Fragen zu stellen. Besonders standen hier die sich selbstfinanzierenden Pastoren in Südafrika und die Rolle der Frauen in der Kirche im Fokus unseres Interesses. Der musikalische Höhepunkt der Reise war ein Chorfestival in Soweto, bei dem viele Chöre, Vokalensembles und Solosängerinnen und -sänger miteinander um die ersten Plätze wetteiferten. Den Preis für den besten Kirchenkreis gewann dabei „unser“ Kirchenkreis Pretoria. Eine schöne Anerkennung dafür, dass Musik insbesondere in diesem Kirchenkreis eine hohe Anerkennung erfährt und gefördert wird. Für alle unsere Begegnungen galt: Wir wurden stets mit großer Gastfreundschaft aufgenommen. So hatte jeden Tag eine andere Gemeinde die Verantwortung übernommen, uns zu beköstigen. Oft hatten die Gemeinden auch ein Programm ausgearbeitet, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Wir besuchten Kindergärten, eine Schule, ein Kinderhilfsprojekt, einen Seniorenclub, ein Hilfsprojekt für AIDS-Kranke und ein ambulantes Hospiz. Wir diskutierten über die Bedeutung der Reformation, das baldige Reformationsjubiläum, Kunst in der Kirche und Gewalt in den Familien. Zweimal tagten die beiden Partnerschaftskomitees, schauten auf Erreichtes zurück und machten Pläne für eine Zusammenarbeit in der Zukunft. An der theologischen Fakultät der Universität von Südafrika in Pretoria wurde uns das Theologiestudium in Südafrika vorgestellt. Stets hatten wir den Eindruck, dass es den Menschen eine Freude war, Gäste aus Deutschland zu empfangen und ihnen zu zeigen, wie evangelisch-lutherisches Gemeindeleben in Südafrika aussieht. Besonders beeindruckend fand ich auch die stimmgewaltigen Gesänge, die wir zu den Gottesdiensten und zu vielen anderen Gelegenheiten erleben durften.

Marco Voigt